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UMBAU UND SANIERUNG STADTHAUS DR. AIGNER IN DER KIRCHGASSE, LANDSHUT

In dem Einzeldenkmal in der Kirchgasse 228 lebte und arbeitete von 1511 bis 1531 der berühmte Hofmaler von Ludwig X Hans Wertinger, deshalb auch im Volksmund "Hans-Wertinger-Haus" genannt.

Die ältesten Teile des Hauses stammen aus dem 13. Jahrhundert.
Wesentliche An- und Umbauarbeiten z.B. die Erweiterung des Gebäudes in Südrichtung und die Änderung der Firstrichtung wurden um 1700 durchgeführt.
In den Jahren 2014/ 2015 wurde das Gebäude von der Architektenpartnerschaft Nadler·Sperk·Reif neu organisiert und generalsaniert.

Großer Wert wurde bei der Sanierung auf die Erhaltung der Bausubstanz und Materialien gelegt. Die historischen Fassaden wurden wieder rekonstruiert, es kamen denkmalgerechte Holzfenster zum Einbau und neue Eingriffe zeigen sich in moderner, zeitgemäßer Gestaltung.
Da das Stadthaus in einer Reihe mit den Nachbargebäuden steht kann es nur von der Nord- und Südseite belichtet werden. Konsequent wurden daher die Wohnräume in allen Geschossen nach Süden ausgerichtet, die Schlafräume, Kinderzimmer und Büros nach Norden. Diese beiden großzügig belichteten Zonen fassen die innenliegende Erschließung und die Bäder.

Der Essbereich im Erdgeschoss wurde mit einem zum Garten orientierten Luftraum mit dem Wohnbereich im 1.Obergeschoss verbunden. Die Galeriewohnung der Bauherren ist zum großzügigen Südgarten ebenerdig erschlossen.
In den beiden Obergeschossen befinden sich zwei Mietswohnungen mit Balkon, Dachterrasse und Blick zur Burg Trausnitz.
Über große Glasfaltanlagen im Erd- und 3.Obergeschoss lässt sich der Wohnraum zum  Außenraum hin erweitern.
Das Gebäude wird vorübergehend mit einer Gas-Brennwert-Therme beheizt und ist mit der Vorbereitung einer Fernwärmeversorgung für die Zukunft gerüstet.


Bauherr: Dr. Georg Aigner, Landshut
Fertigstellung: 2015
Fotograph: Peter Litvai, Landshut
Statiker: BBI Bauer Beratende Ingenieure
Architektur: Architektenpartnerschaft Nadler Sperk Reif